Transformiere Ärger in Freude und Gelassenheit!

Foto: pixabay.com
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Transformiere Ärger…

Im Alltag begegnen uns ständig Dinge, über die wir uns ärgern oder die Stress auslösen. Die Beispiele sind vielfältig.

Schon morgens auf dem Weg zur Arbeit sind wir gestresst, weil der Autofahrer vor uns ein Schleicher ist, oder an der Ampel schläft und die Grünphase verpasst. Wir haben vielleicht den Bus verpasst oder die S-Bahn/der Zug hat Verspätung. Wir stehen im Stau und können nicht weiter, unser normaler Arbeitsweg wurde wegen Bauarbeiten gesperrt und die Umleitung dauert ewig….und dergleichen mehr.
Auf der Arbeit ist vielleicht ein Kollege erkrankt und wir müssen dessen Aufgaben zusätzlich erledigen.
Am Nachmittag beim Einkaufen haben wir uns natürlich wieder die Schlange mit dem langsamsten Kassierer der Welt ausgesucht. Als wir das bemerken, sind die Schlangen an den übrigen Kassen inzwischen genauso lang.
Wenn wir zuhause ankommen, begegnen wir ausgerechnet der netten Nachbarin, die immer so lange quatscht, und das jetzt, wo wir eigentlich nur noch aufs Sofa wollen….und so weiter.

Stressoren lauern uns den ganzen Tag und bei jeder Gelegenheit auf. Wenn wir uns jedes mal darüber ärgern, summiert sich das alles und wir haben einen richtig schön miesen, ganz schlechten Tag! Und das obwohl alles ganz normal läuft (ist ja schließlich immer so).  Da diese oben genannten Dinge alltäglich und unausweichlich passieren, haben wir also gar keine andere Möglichkeit als uns regelmäßig mies zu fühlen…oder?

Ein schönes Zitat (Verfasser unbekannt) heißt:

„Jede Minute, die Du Dich ärgerst, kostet Dich 60 Sekunden Glücklichsein“

Aus dieser Ärgerspirale kommen wir ganz einfach heraus, wenn wir den „Ärger“ anders bewerten, ihn transformieren.

Versuche immer, wenn eine Situation droht Stress zu verursachen, das Positive an der Lage zu ergründen.

Der langsame Autofahrer vor dir bewahrt dich wahrscheinlich davor, „geblitzt“ zu werden.
Während du auf die nächste Bahn oder den Bus wartest, kannst du z.B. noch in Ruhe die Zeitung lesen oder dich einmal umschauen an deiner Haltestelle und Dinge entdecken, die dir bisher in der Hektik des Arbeitsweges immer verborgen blieben. Oder noch besser: Du nutzt die gewonnene Zeit für eine Entspannungs- oder Aufladeübung und kommst so noch gelassener zur Arbeit.
Baustelle und Umleitung ermöglichen dir einmal einen anderen Weg zur Arbeit zu fahren. Möglicherweise lernst du Straßen kennen, die du vorher noch nie gesehen hast. Vielleicht fährst du an einem Geschäft oder anderen Ort vorbei von dem du dich schon länger gefragt hast, wo in deiner Stadt es genau so etwas gibt. Wenn du das nächste Mal im Stau stehst, weisst du einen neuen Schleichweg.
Wenn du die Arbeit deines Kollegen mitmachen musst, lernst du vielleicht interessante neue Kunden oder Klienten kennen, vielleicht entdeckst du, dass dein Kollege ein tolles Ablagesystem hat oder eine andere Herangehensweise an bestimmte Probleme, die du in Zukunft positiv für dich nutzen kannst. Oder du entdeckst, dass dein Kollege eigentlich den anstrengenderen Job von euch beiden hat und freust dich fortan mehr über deine eigene Position.
Vielleicht ist dein Kassierer so langsam, weil er ausgerechnet heute bei jedem Kunden noch einen Rabattcoupon scannt und du so beim Einkaufen sparst. Oder er ist einfach besonders freundlich und sorgfältig und weist Dich auf die kaputte Joghurt-Packung unter deinen Einkäufen hin, die dir sonst wenig später deinen Kofferraum versaut hätte.
Die redselige Nachbarin will dir vielleicht nur mitteilen, wie toll sie deine neue Frisur findet und dass sie für morgen Sperrmüll bestellt hat und du gerne was dazustellen darfst.

So kannst du versuchen, in jeder Situation das Positive zu finden und dich darüber zu freuen. Sicher gehört eine Menge Übung und Selbstdisziplin dazu, sich nicht zu ärgern. Aber wenn du in den nächsten Tagen einfach mal versuchst es so zu machen, ist das ein guter Anfang.

In einem der nächsten Artikel werde ich einige konkrete Übungen hierzu vorschlagen.

Wie immer freue ich mich über deinen Kommentar.

Bleibe einfach gelassen!

Sei wie das Meer…

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Sei wie das Meer…

Bei Konflikten und Auseinandersetzungen übermannt uns rasch der Zorn. Man fühlt sich ungerecht behandelt, missverstanden oder sogar ertappt, wenn man einen Fehler gemacht hat. Ein Wort gibt das andere und rasch ist aus einer kleinen Meinungsverschiedenheit ein handfester Streit geworden.

Der Zorn ist wie das Feuer, die entfesselte Emotion, die in kürzester Zeit zerstörend wirken kann. Wenn unser Akku leer ist, körperlich oder emotional, sind wir wie ein trockener Wald im Sommer. Ein Funke genügt, um einen Waldbrand auszulösen, eine lodernde Walze blinder Wut, die sich ihre Bahn bricht ohne Rücksicht auf Verluste. Haben wir unser Pulver verschossen, erlischt die Flamme. Die Wut ist im wahren Wortsinne „verraucht“. Das Feuer ist weg, aber was hat es hinterlassen? Eine brandgerodete Narbe. Es kann dauern, bis hier wieder grüne, hoffnungsvolle Pflanzen sprießen.

Gelassenheit im Streit ist wie das Meer. Es kann im Sturm zur Flut aufbrausen, aber es vermag das Feuer in seine Schranken zu weisen. Es zieht sich nach der Flut zurück, ist aber nach 6 Stunden wieder da mit verlässlicher Regelmäßigkeit. Es mag mal wütend tosen, ist aber darauf wieder still und beruhigend mit seinem regelmäßigen Rauschen, das nie verstummt. Vor allem ist auf eines Verlass: Seine Beständigkeit. Das Meer wird immer da sein!

Versuche in Konflikten wie das Meer zu sein und nicht wie das Feuer! Dein Gegenüber wird es dir danken.