Sei wie das Meer…

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Sei wie das Meer…

Bei Konflikten und Auseinandersetzungen übermannt uns rasch der Zorn. Man fühlt sich ungerecht behandelt, missverstanden oder sogar ertappt, wenn man einen Fehler gemacht hat. Ein Wort gibt das andere und rasch ist aus einer kleinen Meinungsverschiedenheit ein handfester Streit geworden.

Der Zorn ist wie das Feuer, die entfesselte Emotion, die in kürzester Zeit zerstörend wirken kann. Wenn unser Akku leer ist, körperlich oder emotional, sind wir wie ein trockener Wald im Sommer. Ein Funke genügt, um einen Waldbrand auszulösen, eine lodernde Walze blinder Wut, die sich ihre Bahn bricht ohne Rücksicht auf Verluste. Haben wir unser Pulver verschossen, erlischt die Flamme. Die Wut ist im wahren Wortsinne „verraucht“. Das Feuer ist weg, aber was hat es hinterlassen? Eine brandgerodete Narbe. Es kann dauern, bis hier wieder grüne, hoffnungsvolle Pflanzen sprießen.

Gelassenheit im Streit ist wie das Meer. Es kann im Sturm zur Flut aufbrausen, aber es vermag das Feuer in seine Schranken zu weisen. Es zieht sich nach der Flut zurück, ist aber nach 6 Stunden wieder da mit verlässlicher Regelmäßigkeit. Es mag mal wütend tosen, ist aber darauf wieder still und beruhigend mit seinem regelmäßigen Rauschen, das nie verstummt. Vor allem ist auf eines Verlass: Seine Beständigkeit. Das Meer wird immer da sein!

Versuche in Konflikten wie das Meer zu sein und nicht wie das Feuer! Dein Gegenüber wird es dir danken.

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