Finde deinen Entspannungsort

Foto: pixabay.com
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Finde deinen Entspannungsort…

Im Alltag Pausen einzulegen und richtig zu entspannen ist oft gar nicht so einfach. Die Mittagspause auf der Arbeit zum Beispiel sollte eigentlich genutzt werden um auszuruhen und sich nicht nur körperlich zu stärken, sondern auch mental neue Kraft zu schöpfen.  In der Realität sitzt man meist mit Kollegen zusammen und tauscht den neuesten Tratsch aus oder regt sich kollektiv über den Chef auf. Es erfordert echte Disziplin, in der Firmenkantine über nichts zu sprechen, was mit der Arbeit zusammenhängt und wenn man das durchzieht, stößt man möglicherweise noch auf das Unverständnis der Kollegen. So kann man gedanklich doch nicht abschalten. Der Kopf arbeitet weiter, auch in der Pause.
Wenn wir nach Hause kommen, blinkt uns als erstes der Anrufbeantworter mit mehreren abzuhörenden Nachrichten entgegen, dann ist da noch der Einkaufszettel, unerledigte Hausarbeit und die Post, die wir gerade aus dem Briefkasten geholt haben. Möglicherweise fordern Partner und/oder Kinder ihren Teil unserer Aufmerksamkeit ein. Der Alltagsstress geht also zuhause weiter. Für Einkehr und Entspannung ist kein wirklicher Platz.

Was können wir dagegen (oder besser dafür) tun?

Die Antwort lautet „Finde deinen Entspannungsort“

Man könnte noch besser sagen: „Finde deinen Kraftort“ aber dieser Begriff ist doch im Allgemeinen etwas esoterischer belegt, als ich es hier meine.
Mein Kraftort ist ein Ort, an dem man zur Ruhe kommen kann, den „Kopf frei bekommt“, seine Gedanken in Ruhe sortieren und neue Kraft tanken kann.

Ich habe schon an vielen verschiedenen Orten gelebt und rückblickend gab es immer einen solchen Platz, an den ich mich regelmäßig begeben habe um zur Ruhe zu kommen, abzuschalten, über Probleme mit etwas Abstand nachzudenken, ohne dass es mir damals bewusst gewesen wäre.
Viele wichtige Entscheidungen habe ich an diesen Orten getroffen, aber meistens war ich einfach nur dort, um abzuschalten, um meine Akkus wieder aufzuladen, um eine kleine Auszeit vom Alltag zu nehmen.
Ich habe diese Plätze auch nicht bewusst ausgesucht, sondern es waren immer die Orte an denen ich mich einfach besonders gerne aufgehalten habe.

Bestimmt hast du auch einen solchen Ort, an dem du dich besonders wohl und entspannt fühlst.

Meine persönlichen Kraftorte hatten immer etwas mit Wasser zu tun. Eine der wenigen Erinnerungen an meine Geburtsstadt ist der Fluss, auf dem mein Vater am Wochenende mit mir Tretbootfahren war. Anschließend aufgewachsen bin ich am Rhein. Später reihten sich der Ärmelkanal, die Saale, die Elbe und die Ems in die Liste meiner individuellen Kraftorte ein.
Einer meiner Lieblingsorte ist nach wie vor ein Bootsanleger am Hamburger Elbufer, von dem aus man auf die gegenüberliegenden Containerterminals schaut. Mitten im Trubel dieser pulsierenden Millionenstadt fand ich hier einen Ort der Ruhe, an dem ich wunderbar entspannen konnte, den Alltag einfach ausblenden und Träumen und Ideen freien Lauf lassen konnte.

Vielleicht ist Dein Kraftort eher in den Bergen, oder es ist ein Park, eine Blumenwiese, ein bestimmtes Gebäude, eine Kirche, die Sauna oder, oder, oder…

Am besten findest du einen Platz, den du regelmäßig aufsuchen kannst, nicht zu weit entfernt von deinem Lebensmittelpunkt, vielleicht sogar in der Mittagspause erreichbar, auf jeden Fall aber immer, wenn du merkst, dass du dringend auftanken musst.

Ich wünsche dir viele entspannte Momente!

Wie immer freue ich mich über deinen Kommentar.

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